Von Wegen und Wundern – VOCADEO auf Konzertreise in Lübeck

Veröffentlicht am 27. Oktober 2026 | Text: JP | Fotos: VOCADEO

Ein besonderes musikalisches Wochenende führte den Kammerchor VOCADEO vom 23. bis 25. Oktober 2026 in die Hansestadt Lübeck. Mit der Gestaltung des Musikalischen Abendsegens im Dom zu Lübeck und einem Konzert im Rahmen des Jubiläumsjahres zum 125-jährigen Bestehen der Neuapostolischen Kirche in Lübeck standen zwei Veranstaltungen auf dem Programm, die geistliche Chormusik und Glaubensbotschaften auf unterschiedliche Weise miteinander verbanden. Möglich wurden beide Veranstaltungen durch das Engagement von Carsten Borkowski, der den Kontakt zu Pastor Martin Klatt und zur örtlichen Gemeinde herstellte.

Den Auftakt bildete am Freitagabend der Musikalische Abendsegen im Lübecker Dom. Unter der Leitung von Pastor Martin Klatt wechselten sich Chormusik, Gebete, biblische Lesungen und meditative Gedanken ab. Dabei wurden zentrale Themen des christlichen Glaubens aufgegriffen: Dankbarkeit, Nächstenliebe und Vertrauen auf Gottes Führung. Einen besonderen Bestandteil der Andacht bildete die Möglichkeit zur persönlichen Segnung, die der Chor mit Alexander Därrs „Danken“ musikalisch begleitete. Mit der Bitte „Verleih uns Frieden gnädiglich“ (J. H. Schein/B. Resinarius) fand der Abendsegen seinen Abschluss. Die eindrucksvolle Atmosphäre des historischen Kirchenraumes verlieh der Andacht einen besonders stimmungsvollen und intensiven Charakter und bot Raum für Besinnung und Verbindung mit Gott.

Am Samstagvormittag blieb Zeit, die Hansestadt mit ihren historischen Gassen und Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Dabei durfte natürlich auch ein Abstecher in die Welt des berühmten Lübecker Marzipans nicht fehlen.

Am Abend folgte das Konzert in der Neuapostolischen Kirche in Lübeck. Unter dem Leitgedanken „Von Wegen und Wundern“ spannte das Programm einen Bogen von den Wegen des Menschen über die wunderbaren Wege Gottes bis hin zum Wunder der Erlösung und den neuen Wegen, die sich aus Gottes Gnade eröffnen.

Unter der Leitung von Matthias Doetz präsentierte VOCADEO mit Werken wie „Sollt ich meinem Gott nicht singen“ (J. S. Bach) und Kompositionen von Hermann Ober geistliche Musik verschiedener Epochen. Dazu zählte auch „Gib dich zufrieden und sei stille“, eine Vertonung des Textes von Paul Gerhardt durch Jördis Urban-Doetz, die den Chor zugleich in der Stimmbildung betreut. Julian-Jakob Wittstock bereicherte beide Veranstaltungen mit solistischem Orgelspiel und begleitete einzelne Chorwerke.

Einen besonderen Schwerpunkt bildeten die teils gesungenen, teils von Monique Schwiegel rezitierten Texte von Paul Gerhardt. Mit dem zwölfteiligen Zyklus „Befiehl du deine Wege“ in der Vertonung von Johann Christoph Altnikol rückte das tiefe Gottvertrauen Paul Gerhardts in den Mittelpunkt des Konzertabends.

Ein geistlicher Impuls (Jasmin Pilgrim) griff die Frage „Worauf hoffst du?“ auf und lud dazu ein, eigene Sorgen und Vorstellungen loszulassen und auf Gottes Gnade und Erlösung zu vertrauen. Die musikalischen Beiträge zeichneten dabei einen Weg nach, der von menschlicher Sorge und der Sehnsucht nach Frieden über das Vertrauen auf Gottes Führung bis zur Hoffnung auf Erlösung führte. Im letzten Konzertabschnitt richtete sich der Blick auf die neuen Wege, die aus dieser Hoffnung erwachsen. Mit Liedern des Lobes und der Dankbarkeit, darunter „Jesu, Jesu, du bist mein“, „Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht“ und schließlich „Lasst uns wahrhaftig sein“, fand der Konzertabend seinen Abschluss.

Besonders freuen wir uns über die spürbare Bewegtheit der Zuhörerinnen und Zuhörer, die auch in der großzügigen Spendensumme von 600 Euro Ausdruck fand. Der Betrag kommt dem Verein Sonnenstrahl e. V. und damit der Unterstützung krebskranker Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien zugute.

Neben den musikalischen Erlebnissen kam auch die Chorgemeinschaft während der von Michaela Berndt organisierten Konzertreise nicht zu kurz. Beide Abende ließen wir beim gemeinsamen Abendessen und geselligen Beisammensein ausklingen. Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen machten wir uns schließlich mit vielen Eindrücken und schönen Erinnerungen im Gepäck auf die Heimreise nach Dresden.

Ein herzlicher Dank gilt allen Verantwortlichen und Mitwirkenden vor Ort, die diese beiden Veranstaltungen ermöglicht und begleitet haben, sowie allen Besucherinnen und Besuchern für die herzlichen Begegnungen, die wertschätzenden Rückmeldungen und die großzügige Spendenbereitschaft.

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